Das EEG gibt die Rahmenbedingungen für PV-Anlagen vor

Die Vergütung für den Strom Ihrer Photovoltaikanlage sichert Ihnen in Deutschland das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es regelt die Rahmenbedingungn bei der Einspeisung Ihres Solarstroms ins Netz.

Einspeisung – Garantierte Vergütung
Die Betreiber der Stromnetze sind verpflichtet, Ihren Solarstrom abzunehmen. Dafür erhalten Sie ab Inbetriebnahme der PV-Anlage einen auf 20 Jahre garantierten Preis pro Kilowattstunde. Die Vergütung richtet sich nach der Leistung Ihrer Solaranlage.

Diese Vergütungssätze gelten ab dem 1. Juli 2014 für Anlagen an oder auf Gebäuden:

 

Inbetriebnahme

bis 10 kWp (Ct/kWh)

10-40  kWp (Ct/kWh)

ab 40  kWp (Ct/kWh)

ab 1.000 kWp - 10 MWp (Ct/kWh)

Ab 1. Jul 2014

12,88

12,22

10,90

08,92

Ab 1. Aug 2014

12,75

12,40

11,09

Ab 1. Sep 2014

12,69

12,34

11,04

 

Ausschlaggebend für Ihre über 20 Jahre gesicherten Rahmenbedingungen ist der Zeitpunkt der Inbetriebnahme Ihrer PV-Anlage. 

Förderung des Eigenverbrauchs
Für alle Anlagen, die ab dem 1.4.2012 in Betrieb genommen werden, soll der Anteil des Eigenverbrauchs am produzierten Strom künftig gesteigert werden. Das sogenannte "Marktintegrationsmodell" trat auch für diese Anlagen ab 1.1.2014 in Kraft. Demnach werden ab diesem Zeitpunkt Anlagen bis 10 kWp weiterhin für 100%, größere Anlagen für maximal 90% der erzeugten Strommenge den normalen Einspeisetarif erhalten.

Ein höherer Eigenverbrauch bedeutet, dass Sie weniger teuren Strom vom Energieversorger kaufen müssen. Die Rendite Ihrer Photovoltaikanlage lässt sich so deutlich steigern. Zusätzlich haben Sie die Option, Ihren produzierten Strom selbst zu vermarkten und einen Preis zu erzielen, der über der EEG-Vergütung liegt. Gerne informieren wir Sie zu Ihren Möglichkeiten.

ÖkoStrom Umlage auf Eigenverbruach den Solarstrom
PV Anlagen mit einer Leistung von maximal zehn kWp -typische Solaranlagen auf Eigenheimen- sind von der Abgabe ausgenommen. Damit bleiben private Eigenversorger weiterhin von der Umlage befreit.

Für größere Neuanlagen, die nach dem 1. August 2014 in Betrieb genommen werden und zur Eigenversorgung dienen, kann der Netzbetreiber von den Betreiber der PV Anlage, 30% der aktuellen EEG-Umlage für jede selbstverbrauchte kWh Strom einfordern. Dieser Anteil soll schrittweise auf 40% angehoben werden.

Für neue PV Anlagen über 500 kWp (ab 2016 bereits ab 100 KWp) gilt das Prinzip der "verpflichtende Direktvermartung". Betreiber dieser Anlagen können Ihre überschüssigen Strom selbst verkaufen oder benötigen demnach einen Direktvermarkter. Da die Erlöse an der Strombörse die Kosten einer PV Anlage nicht decken werden, erhalten PV-Anlagenbetreiber eine Marktprämie. Die Prämie füllt die Differenz zur Höhe der nach dem bisherigen System gewährten Einspeisevergütung auf. Für den Mehraufwand erhält der Betreiber einen Aufschlag in Höhe von 0,4 t/kWh auf die Marktprämie. Für kleinere Anlagen gilt weiterhin die garantierte Einspeisevergütug für 20 Jahre.

Förderung bei Errichtung der Anlage
Bevor Sie vom EEG profitieren, müssen Sie in Ihre Solaranlage investieren. Um Ihnen die Finanzierung zu erleichtern, bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verschiedene finanzielle Förderangebote für Privatpersonen und gewerbliche Unternehmen an. Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier.